Virtuelle Tour durch Niedertraubling und Embach
Herzlich willkommen auf unserer virtuellen Führung durch Niedertraubling und Embach. Auf der Tour lernen Sie den Ort und seine besonderen geschichtsträchtigen Sehenswürdigkeiten kennen. Viel Spaß beim virtuellen Spaziergang durch unser Dorf.

Hinweis: Sie finden alle unten aufgeführten Stationen anhand der Nummern auf der oben gezeigten Karte.
Feuerwehrgerätehaus Niedertraubling
Mehr Details zum Feuerwehrhaus finden Sie im Menü unter "Gerätehaus".
Die Alte Schule
In dem Gebäude befanden sich ein Unterrichtsraum, eine Lehrerwohnung und die Gemeindekanzlei. Die Gründung der Schule wurde in einem sehr schönen, bunten Glasfenster im Kanzleiraum festgehalten. Unter dem Bild des Niedertraublinger Wasserschlosses, das dem Kupferstich von Michael Wenig nachempfunden wurde, waren auch die Wappen der freiherrlichen Familie von Berchem (1685 bis 1839 Besitzer der Hofmark) und der Familie Burkart (seit 1825 Besitzer des Ammerhofes) zu sehen. Die Inschrift lautete:
„Man schrieb 1907 das Jahr
als Burkart Bürgermeister war.
Vorstand, Ausschuß und Gemein
In Treuen tat jeder das sein,
zu schaffen der Schul ein neues Heim.
Behüt es Gott! Schließt Wunsch und Reim.“
Dem Schulgebäude wurde im Jahre 1960 ein Anbau mit zwei Unterrichtssälen angefügt. Mit der Schulreform 1969 wurde die Schule in der bisherigen Form aufgelöst und in Obertraubling eine zentrale Volksschule eingerichtet.
Das umgebaute Schulgebäude wird heute als Wohnstätte für Behinderte genutzt.
Die Gaststätte "Altes Schloß"
Das Anwesen befindet sich heute im Besitz der Regensburger Stiftungsbrauerei Kneitinger. Da das Gebäude den heutigen baulichen Anforderungen eines Wirtshauses nicht mehr gerecht wurde und sich auch eine notwendige, sehr umfangreiche Sanierung nicht mehr rentiert hätte, wurde das "Alte Schloß" am 04.10.2019 abgerissen und die alten Eiskeller verfüllt. An Stelle des alten Wirtshauses soll eine neue modern Gaststätte entstehen, die auch den alten Biergarten weiter nutzt. Der nördliche und östliche Teil des Anwesens wird mit Reihenhäusern bebaut.
Die Niedertraublinger Kirche St. Petrus
Den einfachen hallenartigen Kirchenraum zieren verschiedene ältere Kleinode bzw. Kunstwerke. Der barocke, figurenreiche Hochaltar stammt aus dem Jahre 1720 und wurde von dem namhaften Augsburger Meister Paul Dilger gefertigt. Der Altar in der Pfarrkirche wurde 1885 von Köfering übernommen, möglicherweise pflegten die Traublinger und deren Nachfolger engere Beziehungen zu den Grafen von Lerchenfeld auf Schloss Köfering.
Bemerkenswert sind auch die sehr bunten, bleiverglasten Kirchenfenster mit biblischen Darstellungen aus dem Jahre 1903 und 1905, die der Kunstrichtung der Nazarener angehören.
Bei den Grabungsarbeiten im Jahre 1987 hat man verschiedene Gräber freigelegt. Bei den Skeletten fand man z. B. ein Schwert mit reich verziertem Griff, Rädchensporn, ein Bronzemedaillon mit gut erhaltener Darstellung aus dem Jahre 1700, Rosenkranzreste, Anhänger, Ringe und viele sonstige Kleinteile.
Im Jahre 2001/02 wurden an der Kirche und dem Turm wieder aufwändige Sanierungsarbeiten, besonders am Mauerwerk und den Dachstühlen durchgeführt.
Am 30.06.2002 fand die feierliche Einweihung der renovierten Kirche statt.
Christentum
Nach der Annahme des Christentums durch die römischen Kaiser wurde die Lehre im ganzen damaligen Weltreich verbreitet. So kam durch die römischen Soldaten der christliche Glaube auch zu uns. Die Bajuwaren des 7. Jahrhunderts, die bereits Christen waren, begruben ihre Toten aber noch nach heidnischer Art mit Grabbeigaben aus Waffen und Schmuck. In den Reihengräberfeldern wurden Gegenstände mit heidnischen und christlichen Symbolen gefunden. Da sich der reine christliche Glaube nach den Vorstellungen der Kirche noch nicht so richtig durchgesetzt hatte, wurde das Land im Laufe der frühen Jahrhunderte durch Missionare und Wanderprediger dem, heute noch praktizierten, römisch- katholischen Glauben zugeführt.
Pfarrei
Wie aus Chroniken zu entnehmen ist, war Niedertraubling um 1500 eine eigenständige Pfarrei. Die älteste Präsentationsurkunde wurde am 07.12.1495 vom Grundherrn Heinrich Nothaft ausgestellt. Er gibt an, dass der Pfarrer von Niedertraubling verstorben sei und an dessen Stelle Linhart Schilher gesetzt werden soll. Die erste namentliche Nennung bzw. die Auflistung der Pfarrer beginnt mit L. Schilher. Die Pfarrei Niedertraubling wurde laut Urkunde vom 2.09.1608 durch Bischof Wolfgang II. mit Obertraubling zusammengelegt.
Krieger-Gedächtnis-Kapelle
Wegkapelle
Das Gerichtshalterhaus
Das in dem Gebäude tagende Patrimonialgericht hatte teilweise große Befugnisse, obwohl es dem damaligen Churfürstlichen Pfleg- und Landgericht Haidau (bei Mangolding) unterstand.
Eine Überlieferung erzählt, dass der Letzte der in Niedertraubling im Jahre 1830 hingerichtet wurde, ein Postkutscher war. Der Verurteilte hatte beim Transporte mit seinem Wagen von Niedertraubling nach Köfering eine Talerkiste verloren und wurde daher des Diebstahls angeklagt. Das Niedertraublinger Gericht verurteilte den Fahrer zum Tode durch den Strang. Der Galgen stand in der Lohe-Flur hinter dem Wald´l. Im Jahre 1848 wurde das Gericht in Niedertraubling aufgelöst.
Das Wasserschloss Niedertraubling (auch "Burg Traubling" genannt)
Angesichts des heutigen Zustandes der Reste des alten Wasserschlosses, lässt kaum etwas vom früheren Glanz der Anlage erahnen. "Apian" (um 1550) spricht von einer in einem Weiher gelegenen großartigen Burg (Niederungsburg). Diesem Urteil kann man sich mit Blick auf den bekannten Stich von Michael Wenig von Jahre 1726 nur anschließen.
Er bildete ein beeindruckendes Wasserschloß von überaus wehrhaftem Charakter ab. Die mit stattlichen Gebäudetrakten vierseitig geschlossene Anlage wird von dem imposanten Turm mit Tordurchfahrt beherrscht. Eine Holzbrücke führt über den Wassergraben in einen durch Wirtschaftsgebäude und Mauer abgegrenzten Vorhof.
Im Vergleich mit der ältesten Flurkarte ergibt sich für die vierflügelige, annähernd quadratische Schlossanlage eine Seitenlänge von knapp 50 m. Soweit bekannt, war der Turm mit 52 m Höhe der damals höchste Schlossturm Bayerns. Das Schloss war von einem breiten, nach Süden und Westen hin teichartigen, Wassergraben umschlossen.
Am Anfang des 19. Jahrhunderts soll das Wasserschloss noch eine sehnliche Anlage gewesen sein. Ein Lageplan von 1851 zeigt die gesamte Schloss- und Weiheranlage. 1884/85 wurde der größte Teil (südlich und westlich) des Schlossweihers mit Erdreich aus dem südlich gelegenen Weiherfeldes aufgefüllt. Es verblieben der, westliche der Brücke gelegene, heute ebenfalls verfüllte, kleine Weiher und der heutige Dorfweiher.
Der Schlossturm wurde bereits 1852 wegen Baufälligkeit abgetragen. Der westliche Gebäudetrakt wurde nach einem Brand im Jahre 1970 beseitigt. So verwischen sich im Laufe der Jahre die Spuren des einst so großartigen Wasserschlosses immer mehr. Der mit Schindeln gedeckte nördliche Gebäudetrakt und die mit mächtigen Bäumen stark eingegrünten Uferflächen des verbliebenen, mit Teichrosen bewachsenen, Weihers bilden heute eine sehenswerte Dorfidylle.
An die Vergangenheit des Wasserschlosses erinnert heute noch namentlich die Niedertraublinger
Gaststätte „Altes Schloß" und die Hauptstraße (Schloßstrasse), die durch den Ort führt.
Die ehemalige Brauerei / Brennerei
Gutshöfe
8a: Koch-Hof
Zu erwähnen ist hier der Ammerhof, der stets der größte Hof des Ortes war und unter geistlicher Grundherrschaft stand. Der Ammerhofbauer war der Vertrauensmann der geistlichen Grundherren im Dorf und hatte daher auch bestimmte Pflichten zu erfüllen: Der Niedertraublinger Ammerhof, das heutige Koch-Anwesen (vorher Burkart), wird im Jahre 1444 erstmals erwähnt.
8b: Blaimer-Hof
Zu den ältesten Bauerhöfen zählt auch der Gutsbetrieb der Familie Blaimer in Embach. Das Anwesen ist seit 1651 in Familienbesitz. Johann Blaimer (1866 – 1955) vergrößerte den Hof durch Ankauf des angrenzenden Schei-Hofes und durch Felder des Keck-Hofes (vormals Baugeschäft. H. Bauer).